Hinweis: Dieser Beitrag kann Affiliatelinks erhalten. Das bedeutet, ich erhalte eine Provision, wenn du etwas über diesen Link kaufst. Das verursacht dir keine zusätzlichen Kosten. Klick hier, um mehr zu erfahren.

Es wird Zeit, dass ich dir noch einmal erzähle, warum ich wirklich mit dem Online-Business angefangen habe. Alle, die mir schon länger folgen, kennen meine Anfänge vielleicht bereits (falls nicht, kannst du dir diese Folge und auch die ersten Folgen des Podcasts anhören).

Ein Online-Business sieht von außen oft leicht, erfolgreich und spaßig aus. Das Bild, das dort draußen gezeichnet wird, hat in vielen Fällen wenig mit der Realität hinter den Kulissen zu tun. Und genau deswegen zweifeln so viele an sich, wenn es nicht sofort so läuft wie versprochen. Sie denken, sie sind nicht schnell genug, nicht gut genug, nicht dafür gemacht.

Dabei ist vieles davon schlicht eine falsche Erwartungshaltung.

In diesem Beitrag bekommst du drei Dinge: Du verstehst, warum ich damals gestartet habe und wie mein Weg wirklich war. Du bekommst einen ehrlichen Blick auf das, was leicht ist und was nicht. Und am Ende kannst du eine klare Entscheidung treffen, wie es für dich weitergeht.

Diese Beiträge für dein Online-Business könnten dich auch interessieren:

Ich hatte nie geplant, ein Online-Business aufzubauen

Ich wusste damals gar nicht so genau, was ein Online-Business eigentlich ist. Aus dem englischsprachigen Raum kannte ich ein paar Menschen, die damit Geld verdienten, aber in meinem persönlichen Umfeld hat das niemanden interessiert. Also habe ich mir selbst auch nicht so richtig zugestanden, dass das etwas für mich sein könnte.

Was ich aber wusste: Ich suchte nach etwas, das drei Dinge erfüllt.

Erstens wollte ich etwas Eigenes. Selbstbestimmung und Unabhängigkeit sind Themen, die mich schon immer angetrieben haben. Das klassische Angestelltenverhältnis hat dazu einfach nicht gepasst.

Zweitens wollte ich Familie und Arbeit so vereinbaren können, dass ich mich nicht zerreiße. Ich habe gesehen, wie viele Frauen beides versuchen zu jonglieren und dabei dauerhaft am Limit sind. Das wollte ich nicht. Ich wollte für meine Kinder da sein können und trotzdem meine eigene Arbeit wirklich leben, nicht nur nebenbei.

Drittens wollte ich auf eine Art arbeiten, die zu mir passt. Jeden Tag von 9 bis 17 Uhr im Büro zu sitzen liegt mir schlicht nicht. Ich habe Phasen, in denen ich wirklich Gas gebe und kaum schlafe, und Phasen, in denen ich fast gar nicht arbeite. So funktioniere ich. Das passt nicht in ein Standardmodell.

Ein Online-Business war für mich deshalb keine Karriereentscheidung. Es war ein Weg, mein Leben selbst zu führen.

Wie es dann tatsächlich angefangen hat

Ich habe eines Tages einfach einen Blogbeitrag veröffentlicht. Damals über gesunde Ernährung. Kein großer Plan dahinter, keine Berechnung, was das finanziell bringen könnte.

Das überrascht mich rückblickend selbst, weil ich einen BWL-Hintergrund habe und eigentlich gelernt habe, zuerst auf Zahlen zu schauen. Aber genau das habe ich nicht getan. Ich habe angefangen mit einem Thema, das mich begeistert hat, bin einfach einen Schritt nach dem anderen gegangen und habe erst viel später geschaut, wie ich damit wirklich Geld verdienen kann.

Das war das Beste, was ich hätte tun können.

Denn wenn ich es anders gemacht hätte, hätte ich mich wahrscheinlich früh von der Frage lähmen lassen, welche Strategie jetzt die richtige ist, wie ich damit jemals Geld verdienen soll und was alle anderen nur über mich denken. Stattdessen habe ich einfach angefangen. Die ersten Kooperationspartner kamen auf mich zu. Dann kamen eigene digitale Produkte, dann der erste Onlinekurs. Der Rest ist Geschichte (mehr dazu auch im Podcast).

Was tatsächlich geklappt hat

Die Flexibilität. Vollständig. Ich habe zwei sensible Kinder, die viel Nähe brauchen, und ich konnte von Anfang an selbst entscheiden, wie viel ich sie betreuen lasse und wann ich arbeite. Das ist ein Luxus, den ich nicht gegen irgendetwas eintauschen würde.

Die Selbstbestimmung. Ich entscheide, woran ich arbeite, wann ich arbeite und wie ich mein Business gestalte. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.

Die Erfüllung. Wenn ich an meinem Laptop sitze und an Themen arbeite, die mich wirklich begeistern, entspanne ich mich dabei. Nach einem anstrengenden Tag mit den Kindern setze ich mich manchmal noch zwei Stunden hin und habe danach mehr Energie als vorher. Das sagt einiges.

Was ich unterschätzt habe

Persönlichkeitsentwicklung ist keine Option, sondern der Job

Ich wusste, dass ich wachsen muss, wenn mein Business wachsen soll. Aber in welchem Ausmaß das passiert und mit welchen Themen man dabei konfrontiert wird, das hat mich überrascht.

Ein Online-Business zwingt dich regelrecht, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Mit Überzeugungen, die im tiefsten Unterbewusstsein sitzen. Mit Mustern, die du erst dann erkennst, wenn sie dich ausbremsen. Ich bin erst durch mein Business auf Themen wie Meditation und Unterbewusstsein gestoßen, hätte das damals als zu spirituell abgetan. Heute weiß ich: Je stärker du dich veränderst, desto stärker verändert sich auch das Business. Das ist gleichzeitig das Anspruchsvollste und das Spannendste an diesem Weg.

Mit einem Kind machbar. Mit zwei Kindern ein anderes Spiel.

Mit einem Kind war vieles gut planbar. Mit zwei Kindern sind plötzlich drei Parteien da, deren Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden wollen, und alle drei (ja, auch ich) sind manchmal gleichzeitig krank, quengelig oder brauchen extra Aufmerksamkeit.

Ich bin außerdem sehr perfektionistisch, besonders als Mama. Dieser Anspruch, alles richtig zu machen, erzeugt Druck, der einem die Energie nimmt, die man eigentlich für das Business bräuchte. Sich da immer wieder selbst zurückzuholen ist echte Arbeit.

Was mir geholfen hat: Ich hatte vorab automatisierte Prozesse aufgebaut, bevor die Kinder kamen. Funnels, Abläufe, Strukturen, die funktionieren, auch wenn ich mal nicht verfügbar bin. Diese Vorarbeit war Gold wert.

Kapazität schützen ist nicht optional

Wenn du deine eigenen Grenzen nicht aktiv schützt, fressen alle Bereiche gleichzeitig Kraft, ohne dass einer davon wirklich gut läuft. Das gilt für das Business genauso wie für die Kinder oder irgendeinen anderen Lebensbereich.

Freiheit entsteht nicht dadurch, dass du einfach weniger arbeitest. Freiheit entsteht durch Struktur, durch klare Prioritäten und durch ein Business, das auch an schlechten Tagen funktioniert, wenn die Kinder krank sind, wenn du wenig geschlafen hast, wenn das Leben dazwischenkommt.

Für wen ein Online-Business funktioniert und für wen eher nicht

Sinnvoll, wenn du …

… bereit bist, Entscheidungen zu treffen und dann wirklich dranzubleiben, auch wenn es unbequem wird. Nicht nur solange es läuft, sondern genau dann, wenn es nicht läuft.

… Verantwortung tragen kannst, auch wenn das bedeutet, manchmal auf Dinge zu verzichten. Ich habe in der Uni-Zeit Partys ausfallen lassen. Heute sage ich zu Einladungen öfter Nein, weil meine Prioritäten klar sind. Das ist keine Einschränkung, das ist eine Entscheidung.
dich auf einen Fokus committen kannst. Zu viele offene Baustellen sind nicht Ausdruck von Ambitionen, sie sind teuer. Sie kosten Zeit, Energie und Klarheit.

https://juliaburget.de/die-pinterest-challenge/

Weniger sinnvoll, wenn du …

… eigentlich nur schnell raus willst, ohne ein echtes System aufzubauen. Ein Online-Business ist kein Ausweg, es ist ein Aufbau.

… ständig neue Ideen anfängst, ohne etwas fertigzumachen. Motivation ersetzt keine Prozesse.

… denkst, ein Online-Business bedeutet, wenig zu arbeiten. Die Freiheit liegt nicht im Weniger-Arbeiten, sondern im Selbst-Entscheiden, wie, wann und woran du arbeitest.

Jeder kann sich so ein Business aufbauen. Aber es ist nicht für jeden das Richtige.

Was du jetzt brauchst, wenn du schon losgegangen bist

Weniger Baustellen, mehr Fokus

Du brauchst nicht mehr Output. Du brauchst eine Entscheidung, was jetzt zählt. Zu viele parallele Projekte fühlen sich ambitioniert an, bremsen dich aber aus.

Einen Plan, der auch an schlechten Tagen funktioniert

Du brauchst nicht den perfekten Plan. Du brauchst einen Plan, der standhält, wenn das Leben dazwischenkommt. Wenn jemand krank ist, wenn du wenig Energie hast, wenn mal weniger Zeit da ist als gedacht.

Sichtbarkeit ist der Hebel, nicht das Ziel

Wenn du Content machst, aber zu wenig Umsatz siehst, liegt das selten an Fleiß. Es liegt meistens an Angebot, Positionierung oder Messaging. Das sind die Stellschrauben, die den Unterschied machen.

Geld kommt von Klarheit, nicht von mehr

Mehr Plattformen, mehr Produkte, mehr Freebies bringen nicht automatisch mehr Umsatz. Geld ist die Folge von klarer Lösung, klarer Kommunikation und Wiederholung. Das ist keine sexy Antwort, aber es ist die ehrliche.

Wenn du gerade merkst, dass du nicht an Motivation scheiterst, sondern an Überforderung und fehlendem Überblick, ist Struktur dein nächster Schritt. Dafür habe ich den Content Masterplan entwickelt: Er nimmt dir den Mental Load rund um Content, Zielgruppe und Positionierung ab und gibt dir einen klaren Plan, an dem du dich entlanghangeln kannst.

Das Fazit nach über 10 Jahren im Online-Business

Ein Online-Business ist von außen etwas anderes als von innen. Es ist herausfordernder, persönlicher und gleichzeitig erfüllender, als es von außen wirkt.

Es wird nicht leichter dadurch, dass du mehr machst. Es wird leichter, wenn du klarer wirst: über dein Angebot, deinen Fokus, deine Prioritäten.

Und wenn du gerade im Kreis läufst, ist das kein Zeichen, dass du nicht gemacht bist für diesen Weg. Es ist ein Zeichen, dass jetzt Struktur gefragt ist, kein Mehr, sondern ein Klarer.

Du machst das.

Dieser Beitrag begleitet Podcast-Folge 195: „Warum ich ein Online-Business gestartet habe“. Hör direkt rein auf Spotify oder in deiner Podcast-App.