Wie läuft es gerade bei dir im Online-Business?
Vielleicht ist gerade alles im Fluss und du hast das Gefühl, genau auf dem richtigen Weg zu sein. Vielleicht fragst du dich aber auch, was du hier eigentlich machst. Du stellst dich in Frage, deine Strategien in Frage, und irgendwie kommt einfach nichts voran.
Das Online-Business läuft in Wellen. Manchmal geht alles nach oben, alles fühlt sich richtig an. Und manchmal läuft es überhaupt nicht.
Das ist normal.
Und wenn dein Online Business gerade nicht läuft, ist das kein Zeichen, dass du gescheitert bist. Es ist ein Zeichen, dass du kurz vor deinem nächsten Durchbruch stehst. Genau das bespreche ich in diesem Beitrag.
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Online-Businesses laufen in Wellen
Über die Hochpunkte wird überall gesprochen. Die Tiefs, die kriegt man von außen kaum mit und deswegen kann sich so eine Phase schnell anfühlen, als wäre man die Einzige, bei der gerade nichts klappt.
Bist du nicht.
Jedes Online-Business durchläuft diese Phasen. Wachstum passiert nicht linear. Es gibt Phasen, in denen alles fließt, und Phasen, in denen man merkt: So wie bisher geht es nicht weiter.
Das Zweite klingt unangenehm, aber es ist das Wertvollere, denn so eine Phase zwingt dich, Entscheidungen zu treffen, die du vielleicht schon eine Weile vor dir herschiebst. Das Business führt dich auf eine Art durch seine eigenen Entwicklungsphasen. Wenn du dich darauf einlässt.
Woran du merkst, dass du feststeckst
Nicht immer sind es die Umsatzzahlen, die dir das als Erstes zeigen. Manchmal sind die sogar stabil, und trotzdem spürst du: Da stimmt was nicht.
Erkennst du dich in einem dieser Muster wieder?
Du hängst an den kleinsten Entscheidungen fest, obwohl du weißt, dass sie objektiv keine große Rolle spielen. Du fragst dich, ob du vielleicht doch noch nicht gut genug bist, ob du noch eine Ausbildung brauchst, ob du in drei Jahren noch mal anfangen solltest. Du scrollst statt zu arbeiten, obwohl du eigentlich genau weißt, was als Nächstes anstehen würde. Du optimierst zum dritten Mal deinen Instagram-Bio-Text, obwohl du weißt, daran liegt es nicht. Du bist mehr im Vorwürfe-Modus als in der eigenen Verantwortung.
Das sind keine Zeichen von Faulheit. Das sind Zeichen von Erschöpfung und Orientierungslosigkeit. Und manchmal auch von Angst.
Puh, das kostet Kraft. Diese Spirale kostet so viel Energie und bringt dich keinen Millimeter weiter, aber sie zeigt dir etwas Wichtiges: Es ist Zeit für deinen nächsten Schritt.
Drei Optionen, wenn das Business nicht läuft
Wenn man in so einer Phase steckt, gibt es im Grunde drei Wege.
Erstens: Aussitzen. Augen zu und warten, bis es sich von alleine klärt. Das führt dazu, dass man das jahrelang vor sich herschiebt, während das Business auf der Stelle tritt.
Zweitens: Verstecken. Noch weniger tun, noch kleiner werden, bis das Ganze rückläufig ist.
Drittens: Sich damit auseinandersetzen. Mutig hinschauen, auch wenn es unangenehm ist. Entscheidungen treffen.
Ich weiß, welcher Weg der unbequemere ist. Und ich weiß, welcher der einzige ist, der wirklich weiterhilft.
Schritt 1: Erst einmal zur Ruhe kommen
Bevor du Entscheidungen triffst, brauchst du einen klaren Kopf. Das klingt banal. Ist es aber nicht.
Wenn du aus einem Zustand der Erschöpfung oder Panik heraus handelst, triffst du Entscheidungen aus Angst. Und Angst ist hier ein schlechter Ratgeber.
Komm erst zur Ruhe. Beruhige dein Nervensystem. Erinnere dich daran, dass du in der Vergangenheit Lösungen gefunden hast, und du sie auch jetzt findest.
Ich sage das nicht als leeres Aufmunterungsgespräch. Ich habe selbst gerade eine solche Phase durchlebt. Ich habe Entscheidungen getroffen, die mir nicht leicht gefallen sind. Entscheidungen, bei denen mir nach dem finalen Moment die Hände gezittert haben und das Herz gerast ist. Und dann sofort die Selbstzweifel. Sofort alles in Frage stellen.
Das gehört dazu. Aber du entscheidest, ob du dich davon mitreißen lässt oder ob du dich auf den nächsten Schritt konzentrierst.
Mir hilft dabei Meditieren. Dir hilft vielleicht etwas anderes.
Wichtig ist nur: Du triffst keine großen Entscheidungen aus dem Ausnahmezustand heraus.
Schritt 2: Status quo ehrlich anschauen
Wenn du etwas ruhiger bist, schaust du dir an, wo dein Business gerade steht.
Ich stelle mir das immer gerne als Level vor. Du bringst zu Beginn eines Levels alles mit, was du hast: dein Know-how, deine Erfahrungen, deine Stärken. Du baust das bestmögliche Business daraus. Und zwei, drei Monate später kommen neue Erkenntnisse dazu.
Dann darf das Neue integriert werden. Und manchmal bedeutet das, dass andere Bausteine rausfallen, die jetzt einfach nicht mehr passen.
Das ist kein Scheitern, das ist Entwicklung.
Für diesen Schritt brauchst du eine ehrliche Bestandsaufnahme. Was läuft gut? Was kostet dich unverhältnismäßig viel Energie? Was passt nicht mehr zu dem, was du eigentlich aufbauen willst?
Ich habe dafür über die Jahre Tools entwickelt und sie im Business-Audit-Kit zusammengefasst. Es dauert in der Anwendung etwa eine Stunde und bringt eine Klarheit, die viele meiner Kundinnen beschreiben als: „Ich wusste es eigentlich schon, aber jetzt sehe ich es.“
Genau das brauchst du an dieser Stelle.
Was willst du eigentlich erschaffen?
Das ist die Frage, die irgendwann im Business-Alltag untergeht.
Am Anfang stellt man sie sich ständig. Später läuft man einfach los, optimiert, testet, postet, launcht. Und verliert dabei manchmal den Faden zu dem, wofür man das Ganze überhaupt tut.
Also: Blende alles aus. Schließ die Augen, wenn das hilft. Und frag dich ganz grundsätzlich: Was will ich hier aufbauen? Wie viel möchtest du arbeiten? Wie soll sich dein Alltag anfühlen? Was ist deine Mission?
Meine Mission ist es seit Anbeginn, Frauen dabei zu unterstützen, sich ihr eigenes Business aufzubauen, basierend auf dem, was sie heute schon mitbringen. Das ist der Kern.
Ich bin selbst immer wieder Abzweigungen gegangen, die gut funktioniert haben, aber nicht zu diesem Kern gehörten. Das war in dem Moment nicht falsch. Aber es gibt Phasen, in denen man sich dabei so ein bisschen verrennt. Und dann darf man wieder zurückkehren und korriegieren.
Wenn du dich auf deine eigentliche Vision konzentrierst und deine Mission integrierst, gibt dir das eine Energie, die sich von allem anderen unterscheidet. Diese Energie, bei der du abends voller bist als morgens, weil du den ganzen Tag an Dingen gearbeitet hast, die dich wirklich bewegen.
Dein Business darf dir Energie geben
Ich sage das explizit, weil viele von uns gelernt haben, dass Arbeit sich schwer anfühlen muss. Dass man erschöpft ins Bett fallen muss, sonst hat man nicht genug gegeben.
Das stimmt nicht.
Hartes Arbeiten und erfülltes Arbeiten schließen sich nicht aus. Ich kann nach einem langen Tag mit meinen Kindern abends noch zwei Stunden an meinem Business arbeiten und danach mehr Energie haben als vorher. Weil ich an etwas arbeite, das mich begeistert.
Wenn 90 Prozent deiner Business-Zeit aus Aufgaben bestehen, die dich innerlich leer machen, ist das kein Zeichen, dass du nicht hart genug arbeitest. Es ist ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Schau hin.
Halte es einfach
Wenn du weißt, wo du stehst, und weißt, was du erschaffen willst, dann ist der nächste Schritt einer, der paradox klingt: Halte es einfach.
Je einfacher das Business, desto leichter kommt der Umsatz. Das gilt unabhängig davon, wie lange du schon dabei bist.
Wir neigen dazu, Komplexität mit Fortschritt zu verwechseln. Mehr Produkte, mehr Kanäle, mehr Ideen. Aber Wachstum passiert meistens nicht durch mehr, sondern durch klarer.
Ein klares Angebot. Ein klarer Weg dorthin. Fokus auf das, was bereits funktioniert.
Das Business Audit hilft dir genau dabei: zu erkennen, wo du gerade zu komplex agierst und wo du eigentlich schon sehr gut aufgestellt bist. Beides ist wichtig.
Die drei Schritte, wenn dein Online Business gerade nicht läuft
Zusammengefasst:
- Schritt 1: Blende alles aus und komm zur Ruhe. Keine großen Entscheidungen aus dem Ausnahmezustand heraus. Erinnere dich daran, was du aufbauen wolltest und warum.
- Schritt 2: Führe ein ehrliches Business Audit durch. Schau dir an, wo du gerade wirklich stehst. Was läuft? Was läuft nicht? Was kostet dich Energie, die du eigentlich anderswo brauchst?
- Schritt 3: Triff mutige Entscheidungen. Nicht die bequemen. Die notwendigen.
Das ist kein einfacher Prozess. Aber es ist der einzige, der dich wirklich weiterbringt.
Wenn du bei Schritt 2 Unterstützung brauchst: Das Business-Audit-Kit enthält die Tools, die ich selbst für meine eigenen Business-Audits entwickelt habe, inklusive der Fragen, die du dir stellen musst, um nicht nur zu sehen, was nicht läuft, sondern auch, was als Nächstes zu tun ist.
Und dann, wenn du das durchgearbeitet hast: Triff die Entscheidung. Auch wenn die Hände zittern.
Ich bin neugierig, wo du gerade stehst. Schreib mir auf Instagram oder hinterlasse einen Kommentar. Ich freue mich immer sehr, von dir zu hören.
Dieser Beitrag begleitet Podcast-Folge 201: „Alles in Frage stellen, nichts entscheiden“. Hör direkt rein auf Spotify oder in deiner Podcast-App.

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