Du weißt, dass du anderen weiterhelfen kannst. Du weißt, dass da etwas ist, das es wert wäre, weitergegeben zu werden. Und trotzdem stehst du noch da und fragst dich: Wo fange ich eigentlich an?
Viele stürzen sich direkt auf die Kursidee. Was könnte ich anbieten? Welches Thema macht Sinn? Das ist verständlich, aber es ist der zweite Schritt vor dem ersten. Denn bevor die richtige Idee kommen kann, gibt es ein paar Dinge, die du auf dem Schirm haben darfst. Vier, um genau zu sein. Und die entscheiden darüber, ob dein Onlinekurs später funktioniert oder nicht.
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Schritt eins: Du stehst im Mittelpunkt, noch bevor dein Kurs es tut
Das klingt erst mal seltsam, weil ein Onlinekurs ja nicht über dich geht, sondern über die Menschen, die ihn durcharbeiten. Das stimmt. Aber bevor du überhaupt weißt, welche Kursidee zu dir passt, fängst du mit dir an.
Was bedeutet das konkret? Du setzt dich hin und bringst auf Papier, was du heute schon mitbringst. Nicht was du noch lernen willst, nicht was du irgendwann haben könntest. Was jetzt da ist. Dein Wissen, deine Erfahrungen, deine Sicht auf die Dinge. All das, was ich deine unfairen Wettbewerbsvorteile nenne: die Aspekte, die dich von anderen unterscheiden und die du in deinem Business zu deinem Vorteil nutzen kannst.
Ganz, ganz viele meiner Kunden sind echte Überflieger. Sie entwickeln sich ständig weiter, streben nach mehr und genau das führt dazu, dass sie immer das Gefühl haben: Das, was ich jetzt mitbringe, reicht noch nicht. Erst wenn ich noch diese Ausbildung gemacht habe, noch diesen Kurs belegt habe, noch mehr Erfahrung gesammelt habe.
Ich sage dir direkt: Das, was du heute mitbringst, reicht. Nicht weil Entwicklung nicht wichtig wäre, die passiert automatisch. Sondern weil das Wissen, das du jetzt hast, schon für genau die Menschen ausreicht, die an dem Punkt ankommen wollen, an dem du heute stehst.
Warum ist das so wichtig? Weil du deinen Kurs später vermarkten wirst. Und wenn du dort rausgehst und innerlich noch das Gefühl hast, eigentlich bin ich noch nicht bereit, eigentlich müsste ich noch, dann merkt man das auf der anderen Seite. Man merkt von außen, ob jemand wirklich hinter dem eigenen Produkt steht. Und wenn das Grundvertrauen fehlt, wirst du nie authentisch verkaufen können. Deswegen fängt alles hier an.
Warum du die ersten Schritte nicht an die KI übergeben solltest
An diesem Punkt kommt oft die Frage: Kann ich das nicht einfach mit ChatGPT durcharbeiten? Schneller, effizienter?
Ja und nein.
Du kannst dir später bei vielem Unterstützung holen. Aber die ersten beiden Schritte, dein Wert und deine Zielgruppenrecherche, die darfst du selbst gehen. Händisch. Auch wenn jemand anderes oder eine KI es schneller machen könnte.
Dahinter steckt kein Prinzip um des Prinzips willen. Hinter einem fundierten Onlinekurs, einem Kurs, den du einmal entwickelst und dauerhaft verkaufst, braucht es dein ganzes Grundvertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Dieses Vertrauen baut sich auf, indem du dich aktiv mit deinem Wissen auseinandersetzt. Wenn du das überspringst, fällt es dir später auf die Füße. In der Regel kostet es dann sehr viel Zeit und oft auch Verkäufe, weil du das Fundament nachholen musst, das du dir am Anfang hättest legen können.
Schritt zwei: Deine Zielgruppe, und warum du sie selbst recherchierst
Wenn du grob weißt, in welche Richtung dein Kurs gehen könnte, kommt Schritt zwei: die Zielgruppenrecherche.
Auch das klingt nach etwas, das man schnell delegieren könnte. Ist es aber nicht, zumindest nicht in dieser Phase. Denn bei der Zielgruppenrecherche geht es nicht nur darum, Informationen zu sammeln. Es geht darum, dass du spürst, wer die Menschen sind. Wie sie über das Thema reden. Wo der Schmerz sitzt. Was sie wirklich brauchen.
Schau mal her: Die wertvollsten Orte für deine Recherche sind die, wo deine Zielgruppe emotional wird. Facebook-Gruppen, Kommentarspalten, Foren, Suchmaschinenergebnisse. Da, wo sich Menschen aufregen und da, wo sie sich freuen. Genau dort lernst du die Sprache deiner Zielgruppe kennen, und diese Sprache wird später alles prägen: deinen Kurs, dein Marketing, deine Texte.
Das kannst du im Nachhinein mit KI verfeinern. Den ersten Schritt gehst du selbst.
Schritt drei: Der Fokus weg von der Einzelperson
Viele, die bereits 1:1 gearbeitet haben, kennen dieses Gefühl: Ich weiß genau, welche Herausforderungen meine Kunden haben. Aber die sind alle so individuell. Wie soll das in einen Kurs passen?
Das ist ein wichtiger Punkt, und er zeigt, dass du gut zuhörst. Gleichzeitig ist es genau die Denkweise, die du für einen Onlinekurs ein Stück weit loslassen darfst.
Ein Onlinekurs ist kein 1:1-Angebot. Er gibt keinen Raum, um auf jede individuelle Situation einzugehen. Was er stattdessen macht: Er zeichnet einen klaren Weg auf. Von einem bestimmten Startpunkt bis zu einem versprochenen Ziel. Und dazwischen begleitet er die Teilnehmer Schritt für Schritt.
Natürlich gibt es zehn mögliche Wege ans Ziel. Natürlich wird die eine Person andere Herausforderungen haben als die andere. Aber dein Kurs gibt den Weg vor, den du aus deiner Erfahrung heraus für den sinnvollsten hältst. Den Weg, der für die meisten Menschen, die an diesem Startpunkt stehen, funktioniert.
Und da sind wir wieder beim ersten Punkt: Das geht nur, wenn du dir vertraust. Wenn du weißt, dass dein Erfahrungsschatz legitim ist. Wenn du ohne innere Vorbehalte sagen kannst: Das ist der Weg, den ich für richtig halte, und ich stehe dafür.
Schritt vier: Selbstverantwortung, und was das wirklich bedeutet
Übernimm Verantwortung für deinen Kurs, dein Marketing, deine Verkäufe.
Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht immer, besonders wenn es nicht läuft wie geplant. Dann ist die Versuchung groß, die Ursache im Außen zu suchen. Person A hat gesagt, du musst das so machen. Jemand anderes hat empfohlen, diesen Kanal zu nutzen. Und es hat für dich nicht funktioniert.
Selbstverantwortung bedeutet: Du bist offen für verschiedene Möglichkeiten, aber du entscheidest. Du filterst, was zu dir passt und was nicht. Wenn etwas nicht funktioniert, fragst du: Warum? Und dann findest du deinen eigenen Weg.
Bedeutet konkret: Wenn dir jemand sagt, du brauchst eine Facebook-Gruppe, und du willst keine Facebook-Gruppe, dann brauchst du keine. Wenn dir jemand sagt, ein guter Onlinekurs braucht mindestens 20 Lektionen, und du bringst das Thema auf den Punkt mit 12, dann mach das so.
Wir sind nur dann wirklich gut, wenn wir authentisch sind. Wenn wir es so machen, wie wir es für richtig halten. Und das ist auch das Einzige, was langfristig trägt.
Bevor du deine erste Kursidee festlegst
All das, was ich hier beschrieben habe, klingt nach viel Arbeit vor der eigentlichen Arbeit. Ist es aber nicht. Es sind gezielte Schritte, die du einmal richtig gehst und die dann alles, was danach kommt, leichter machen.
Wenn du das strukturiert und in kurzer Zeit durcharbeiten willst, schau dir das Onlinekurs Starter Kit an. In 90 Minuten bringst du auf Papier, was dein Wissen wert ist, welche Kursidee wirklich zu dir passt und was du dafür verlangen kannst. Mit Videos, Workbook und Kalkulationstabelle. Du findest es unter juliaburget.de/kursidee.
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